Modell 720Das Modell 720, die Meldung über Vermögenswerte und Rechte im Ausland, ist eine Steuerpflicht mit informativem Charakter, deren Zweck es ist, die Erklärung des Eigentums von Gütern und Rechten wirtschaftlichen Inhalts, die sich im Ausland befinden oder verwaltet werden, zu melden.

 

 

Verpflichtung – Modell 720

Die Informationspflicht bezieht sich auf die folgenden drei Bereiche:

  1. Konten bei Finanzinstituten im Ausland.
  2. Wertpapiere, Rechte, Versicherungen und Rentenansprüche, die im Ausland hinterlegt sind, verwaltet oder bezogen werden.
  3. Immobilien im Ausland oder Rechte über diese.

In den folgenden Fällen besteht keine Informationspflicht für die im vorherigen Abschnitt aufgeführten Angaben:

  • Wenn deren Inhaber Einrichtungen sind, die von der Körperschaftsteuer gänzlich befreit sind (Staat, öffentliche Stellen…).
  • Wenn jeder der zuvor aufgeführten Vermögensbereiche einen Wert von 50.000 € nicht überschreitet.

Sollte der Gesamtbetrag diesen Grenzwert überschreiten, ist über alle in jeder Vermögensgruppe im Besitz befindlichen Elemente zu informieren, dies unabhängig von ihrem Einzelwert.

  • Wenn alle Vermögenswerte in der Rechnungsführung des Inhabers ordnungsgemäß identifiziert und einzeln erfasst sind. In diesen Fällen besteht für den Inhaber keine Informationspflicht, jedoch sind die Verantwortlichen oder Bevollmächtigten nicht von der Meldungspflicht entbunden.
  • Nur in Verbindung mit Girokonten, die in ausländischen Niederlassungen von in Spanien ansässigen Kreditinstituten eröffnet wurden, die der Steuererklärung durch die Kreditinstitute unterliegen, vorausgesetzt dass sie gemäß den gesetzlichen Bestimmungen des Landes deklariert werden können, in dem sich das Konto befindet.

Folgen der „Nichtabgabe“ vom Modell 720

Obwohl die Meldung über Vermögenswerte und Rechte im Ausland, Modell 720, informativen Charakter besitzt und nicht der Steuererhebung dient, können sich aus der Nichtabgabe bzw. verspäteten Abgabe oder aus unrichtigen inhaltlichen Angaben für die zur Abgabe der Steuermeldung Verpflichteten überaus schwerwiegende Folgen ergeben.

Nichterfüllung der Informationspflicht

  • Bußgeld in Höhe von 5.000 Euro pro fehlender Angabe oder Angabe-Bereich, die in die Steuermeldung hätten aufgenommen werden müssen oder die unvollständig, ungenau oder falsch abgegeben wurden, wird dies mit einem Minimum von 10.000 Euro geahndet.
  • Es wird mit einem Bußgeld in Höhe von 100 Euro pro Angabe oder Angabenbereich mit einem Minimum von 1.500 Euro geahndet, wenn die Steuermeldung außerhalb der festgelegten Frist ohne vorherige Aufforderung durch die Steuerbehörde abgegeben wurde. 

Nicht gerechtfertigte Vermögenserträge oder nicht deklariertes Einkommen

Wird Modell 720 nicht vorgelegt und das Finanzamt entdeckt die nicht gemeldeten, im Ausland befindlichen Vermögensgegenstände, gilt abgesehen vom zuvor beschriebenen Bußgeld:

  • Für die Inhaber, natürliche Personen, wird der Besitz von nicht gemeldeten Vermögensgegenständen und Rechten im Ausland als nicht gerechtfertigter Vermögensertrag betrachtet und in die allgemeine Bemessungsgrundlage ihrer Einkommen des ältesten nicht verjährten Steuerjahrs aufgenommen, das der Berichtigung unterliegt.
  • Für juristische Personen wird dies als ein nicht gemeldetes Einkommen betrachtet, das der Körperschaftsteuer des ältesten nicht verjährten Steuerzeitraums zugeschrieben wird, das der Berichtigung unterliegt.
  • Im Falle von nicht gemeldeten Vermögenserträgen wird dies mit einem besonders hohen Bußgeld in Höhe von 150 % der Gesamtsteuerschuld (der Einkommensteuer oder der Körperschaftsteuer) des erwähnten nicht gerechtfertigten Vermögensertrag geahndet.

Wenden Sie sich für die Abgabe vom Modell 720 für das Jahr 2018 oder die Berichtigungen aus vorherigen Steuerjahren an unsere Steuerexperten.

Modell 720
5 (100%) 2 votes