Arbeitszeiterfassung in SpanienSeit dem 12. Mai 2019 sind alle Unternehmen verpflichtet, die Arbeitszeiterfassung in Spanien zu gew√§hrleisten ‚Äď ein t√§gliches Verzeichnis der von den Besch√§ftigten geleisteten Arbeitsstunden.¬† In diesem Verzeichnis m√ľssen die genauen Zeiten von Beginn und Ende der Arbeitszeit enthalten sein.

Eingef√ľhrt wurde diese neue Richtlinie durch den K√∂niglichen Gesetzeserlass 8/2019 vom 8. M√§rz √ľber dringende Sozialschutzma√ünahmen und die Bek√§mpfung prek√§rer Arbeitszeitbedingungen, wodurch Artikel 34 des spanischen Arbeitnehmerstatus ge√§ndert wird.

Von Beginn an herrschte gro√üe Unsicherheit und Verwirrung dar√ľber, wie die Arbeitszeiterfassung in Spanien anzuwenden war. Deshalb hat das spanische Arbeitsministerium einen Leitfaden zur Arbeitszeiterfassung ver√∂ffentlicht, um die zahlreichen Fragen zu kl√§ren, die dieses neue Gesetz aufgeworfen hat.¬† Auch die Aufsichtsbeh√∂rde f√ľr Arbeit und soziale Sicherheit hat ein technisches Kriterium erstellt, um bestimmte Fragepunkte zu kl√§ren.

Die Pflicht zur Arbeitszeiterfassung in Spanien

Die Pflicht zur Arbeitszeiterfassung in Spanien gilt f√ľr alle Besch√§ftigten, die unter den Anwendungsbereich von Artikel 1 des spanischen Arbeitnehmerstatus fallen, das hei√üt sie gilt auch f√ľr Handelsvertreter, Telearbeiter‚Ķ

Von der Zeiterfassungspflicht befreit sind hohe F√ľhrungskr√§fte, die in einem Arbeitsverh√§ltnis mit besonderen Merkmalen stehen.¬† Nicht unter diese Ausnahme fallen all jene Arbeitnehmer, die einen Arbeitsvertrag mit flexiblen Arbeitszeiten besitzen oder bei denen ein Teil ihrer Arbeit die v√∂llig freie Arbeitszeiteinteilung zur Abwicklung ihrer Gesch√§ftst√§tigkeit umfasst.

Der K√∂nigliche Gesetzeserlass legt kein offizielles Modell fest, sondern gibt ausschlie√ülich an, dass Beginn und Ende der Arbeitszeit dokumentiert werden m√ľssen. So wird jedes System oder Mittel als g√ľltig betrachtet, sowohl in Papierform als auch auf telematischem Wege, das weder vom Unternehmer noch vom Arbeitnehmer selbst ver√§ndert oder manipuliert werden kann.

Ebenso ist festgelegt, dass das Unternehmen die verzeichneten Daten vier Jahre lang aufbewahren muss und diese dem Arbeitnehmer, den gesetzlichen Vertretern und der Aufsichtsbeh√∂rde f√ľr Arbeit und soziale Sicherheit zur Verf√ľgung stehen m√ľssen.

Verstöße und Sanktionen

Das Gesetz √ľber Verst√∂√üe und Sanktionen in der Sozialordnung legt in seinem Artikel 7 fest, dass die Nichteinhaltung der Richtlinien aus Artikel 34 einen schweren Versto√ü des Arbeitsverh√§ltnisses darstellt und je nach Schwere des Versto√ües ein Bu√ügeld nach sich zieht, das zwischen 626 und 6.250 Euro liegt.

Wenn Sie mehr √ľber die Arbeitszeiterfassung in Spanien erfahren m√∂chten, helfen wir Ihnen gerne weiter. Arintass bietet Ihnen L√∂sungen, die genau auf die Anforderungen Ihres Unternehmens ausgerichtet sind.